Retriever sind Apportierhunde, ursprünglich gezüchtet, um bei der Jagd das erlegte Wild – in der Regel Federwild und Niederwild – zu suchen und dem Hundeführer zu bringen. Der Rassename leitet sich aus dem Englischen "to retrieve" (zurückbringen, apportieren) ab.
Diese Aufgabe erfordert ruhige und gut sozialisierte Hunde mit hoher Intelligenz, Ausdauer, guter Führigkeit und Wasserfreude.
Neben der ursprünglichen Verwendung des Retrievers als Jagdhund für die Arbeit nach dem Schuss wird er unter anderem auch im Bereich der Dummyarbeit, als Blindenführhund, Behindertenbegleithund, Rettungshund oder Drogensuchhund eingesetzt.
Sein freundliches Wesen sowie seine hohe Lernfähigkeit und Unterordnungsbereitschaft, seine Menschenfreundlichkeit und Führigkeit ("will to please") machen den Retriever zu einem angenehmen Begleiter und ausgezeichneten Familienhund.
Zur Entwicklung und zum Erhalt der beschriebenen Wesensmerkmale und Arbeitseigenschaften ist eine artgerechte Beschäftigung, die den Retriever auch geistig fordert, förderlich und notwendig.
Reines Spazierengehen kann dafür nicht unbedingt ein befriedigender Ausgleich sein.
Die Golden Retriever gehören in vielen Ländern zu den beliebtesten Hunderassen. Trotzdem machen sie keine Schlagzeilen: Sie sind weder die Größten noch die Schwersten. Sie sind nicht die Schnellsten und auch nicht die Wachsamsten. Dennoch mischen sie überall mit: als Spezialisten bei der Jagd, als zuverlässige Blindenführhunde, als unbestechliche Schnüffler für Zoll und Kripo, als Lawinen- und Sprengstoffsuchhunde und nervenstarke Retter von Erdbebenopfern.
Wie alle Retriever, so wurde auch der Golden Retriever als Jagdhund gezüchtet. Bei der Wasserarbeit ist dieser Retriever in seinem Element, aber auch in Feld und Flur ist er unschlagbar: Er zeigt eine verlässliche, ausdauernde Suche und ist ein eifriger, durch nichts ablenkbarer Apporteur. Da er bei der Jagd oft mit anderen Hunden zusammen eingesetzt wird, legt man auf sanftes Wesen und Verträglichkeit mit Artgenossen besonders großen Wert. Jegliche Form von Aggressivität, Kampftrieb, Ängstlichkeit und Nervosität sind unerwünscht. Der Golden Retriever besticht durch sein starkes Bedürfnis, dem Führer Freude zu bereiten ("will to please"), und durch seine Leichtführigkeit. Er ist temperamentvoll und trotzdem sehr anpassungsfähig. Nicht zuletzt verdankt er diesen Wesensmerkmalen seine große Beliebtheit auch als Familienhund.
Zum typischen Erscheinungsbild des Golden Retrievers gehört das langhaarige, glatte oder auch leicht gewellte Fell mit guter Befederung – in Farben von Gold bis Creme variierend; ein Schädel mit ausgeprägtem Stop, ein muskulöser Hals, ein tiefer, gut gewölbter Brustkorb.
Eine gute Möglichkeit, den Golden Retriever kennenzulernen, bieten unsere Veranstaltungen.
Der Labrador-Retriever ist vor allem ein Arbeitshund: Dieser temperamentvolle Retriever besitzt die Eigenschaft, auch unter schwierigen Bedingungen erlegtes oder krank geschossenes Niederwild aufzufinden und zu apportieren. Er ist somit vorwiegend für die jagdliche Arbeit "nach dem Schuss" gezüchtet worden, wobei seine besonderen Stärken in der ihm eigenen Wasserfreude, seiner Kooperationsbereitschaft und dem Wunsch, seinem Führer zu gefallen, liegen. Seine Leichtführigkeit, die ausgezeichnete Nase und das freundliche, belastbare Wesen machen den Labrador-Retriever ebenfalls geeignet für eine Reihe anderer Aufgaben. So zeigt er immer wieder hervorragende Leistungen als Blindenführhund, Rettungshund und nicht zuletzt als Spürhund bei Polizei und Zoll.
Viele Labrador-Retriever werden heute als reine Familienhunde gehalten. Ihre Menschenfreundlichkeit und Anpassungsfähigkeit erklären ihre Beliebtheit auf diesem Gebiet. Jeder, der einen Labrador als Begleit- und Familienhund hält, wird jedoch bald merken, wie viel reaktionsstärker und ausgeglichener sein Hund wird, wenn er durch Arbeit und Training gefordert wird.
Der typische Labrador ist ein mittelgrosser kompakter, muskulöser Hund. Sein breiter Schädel sollte einen deutlichen Stop zeigen, die mittelgroßen Augen braun oder haselnussfarben sein. Starker Hals, breiter, tiefer Brustkorb und gerader Rücken mit kurzer Lendenpartie sowie die sogenannte "Otterrute" gehören zu den weiteren Kennzeichen. Das stockhaarige Fell mit dichter, wetterbeständiger Unterwolle hat die Farben schwarz, gelb oder tiefbraun.
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Der Flat-Coated Retriever ist ein gelehriger, aufmerksamer und aktiver Arbeitshund, der nicht nur bei der Jagd seine hervorragenden Eigenschaften unter Beweis stellen kann. Ursprünglich wurde er als Apportierspezialist gezüchtet; dies ist auch noch heute seine Passion. Der Flat-Coated Retriever besitzt alle Eigenschaften, um in unterschiedlichsten Geländetypen eingesetzt zu werden. Seine Wetterunempfindlichkeit, Schnelligkeit und gute Auffassungsgabe machen ihn zu einem wertvollen Gebrauchshund und zu einem idealen Begleiter des Menschen.
Innerhalb der Familie schätzt man sein sanftes, gutmütiges Retrieverwesen mit lobenswerter Charakterfestigkeit. Seine Anhänglichkeit, verbunden mit einem munteren und ausgeglichenen Wesen, machen ihn zu einem angenehmen Haushund. Gegenüber Kindern zeigt er ein geduldiges und fast freundschaftliches Verhältnis. Für eine geübte Hand ist er dank seiner schnellen Auffassungsgabe und dank seines unermüdlichen Arbeitswillens schnell auszubilden und zu einem lebendigen und motivierten Hund zu erziehen, der ihm gestellte Aufgaben dankbar und willig ausführt.
Der Flat-Coated Retriever ist mittelgroß und kräftig, soll aber weder schwerfällig noch übertrieben schlank wirken. Seine elegante Erscheinung wird durch den langen, flachen Kopf von mittlerer Breite mit nur leichten Stop betont. Die Augen sind mittelgroß, dunkelbraun oder haselnussbraun. Das schwarze bzw. leberfarbene Haarkleid des Flat ist glatt, mittellang und dicht mit einer Befederung an den Läufen und der Rute.
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Der Rassename Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever bedeutet soviel wie "neu-schottländischer Enten anlockender Apportierhund". Er ist somit ein absoluter Spezialist auf seinem Gebiet, der Entenjagd. Bedingt durch seinen hohen Spieltrieb und seine unermüdliche Apportierfreude läuft dieser Hund am Ufer auf und ab, apportiert Stöcke und Bälle, die vom Jäger in Ufernähe und ins Schilf geworfen werden, verschwindet dabei immer wieder im Dickicht und taucht dann plötzlich wieder auf. Dieses Verhalten, das so genannte "Tolling", lockt die Enten ans Ufer, so dass der Jäger das Wasserwild erlegen und den "Toller" zum Apportieren der Vögel schicken kann.
Der Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever ist ein sehr intelligenter, ausdauernder und flinker Apporteur mit viel Temperament. Er ist extrem spielfreudig, aufmerksam und entschlossen. Dieser muntere und lustige Retriever, der sich auch in einer aktiven Familie sehr gut einfügt, sollte mit Einfühlungsvermögen und viel Zuwendung beschäftigt werden.
Der kompakte, kräftige, gut bemuskelte "Toller" ist die kleinste Retrieverrasse. Er besitzt ein wasserabweisendes doppeltes Haarkleid. Es ist mittellang und weich, mit noch weicherer Unterwolle. Die Farbe besteht aus verschiedenen Schattierungen von Rot oder Orange – gelegentlich gekennzeichnet durch weiße Abzeichen an der Brust, an den Pfoten und an der Rutenspitze.
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Der Chesapeake-Bay-Retriever ist als Jagdhund für die Enten- und Gänsejagd unter den häufig rauen Bedingungen Nordamerikas entstanden. Durch seine vielseitigen Fähigkeiten ist er jedoch auch für andere Zwecke auszubilden. In seinem Heimatland, den USA, ist er weiter verbreitet als in Europa.
Der Chesapeake-Bay-Retriever ist sehr mutig, ausdauernd und robust. Sein lebhaftes Wesen, die große Intelligenz und der außerordentliche Arbeitswille machen ihn zu einem wertvollen Partner und Freund des Menschen. Als reiner Familienhund ist er meist unterfordert und neigt dann oft zu übertriebener Wachsamkeit und anderen unerwünschten Verhaltensweisen, besonders wenn die Rangordnung nicht ausreichend mit ihm geklärt wurde. Wenn er eine Haltung und Erziehung sowie eine ausreichende Beschäftigung genießt, die seinem Wesen und seinen Eigenschaften gerecht werden, zeigt er sich als liebenswertes und treues Familienmitglied mit enger Führerbindung, bleibt jedoch Fremdpersonen gegenüber oft zurückhaltend.
Die Struktur des an Hals, Nacken, Rücken, Lenden und Rute gewellten Fells dieser Rasse stellt eine Besonderheit dar und macht ihn zu einem sehr wetterharten Hund, der auch bei Schnee und Eiswasser eingesetzt werden kann. Sein Fell wirkt “ölig”, die Unterwolle ist so dicht, dass kein Wasser bis auf die Haut dringt. Es gibt den Chesapeake-Bay-Retriever in den verschiedensten Farben von Strohfarbig (light deadgrass) über hellrötlichen Tönen (sedge) bis hin zu Dunkelbraun (dark brown).
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Der Curly-Coated Retriever ist ein kräftiger, aktiver Hund mit souveränem und selbstsicherem Wesen. Er repräsentiert die älteste Retrieverrasse und wurde zunächst als Gebrauchshund für die Förster und Wildhüter in England und Schottland gezüchtet. Sie nutzten ihn einerseits als Jagdhund, andererseits aber auch als Schutzhund gegen Wilddiebe sowie zur Bewachung von Haus und Hof. Jagdlich wurde er in erster Linie zur Wasserjagd und vom Einzeljäger bei der Niederwild-Treibjagd ("rough shooting") verwendet. Außerdem half er den Fischern beim Ausbringen und Einholen der Netze. Weitere Einsatzbereiche sind das Ziehen von Hundeschlitten (Skandinavien) und das Viehtreiben (Australien).
Wach- und Schutztrieb sind beim spätreifen "Curly" gut ausgebildet, ohne dass er jedoch aggressiv oder bissig wäre. Daher eignet er sich auch als beschützender Familienhund. Vor allem in Verbindung mit seiner Bezugsperson, auf die er als eher "Ein-Mann-Hund" stark fixiert ist, sucht er aktive spielerische und sportliche Betätigung.
Der Curly-Coated Retriever ist größer als die anderen Retrieverrassen. Er besitzt ein unverkennbares Haarkleid: Der gesamte Körper, einschließlich Rute und Läufe, ist dicht mit kleinen harten Locken bedeckt. Die Farbe ist schwarz oder leberfarben. Der Curly hat einen langen, gutproportionierten, flachen Kopf mit langem und kräftigem Kiefer und schwarzen oder dunkelbraunen Augen.
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