Wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine kleine Chronik zur Lektüre anbieten. Mehr als 60 Jahre Vereinsgeschichte zusammenzufassen, ist schon ein Widerspruch in sich. Wir haben es dennoch gewagt, eine Auswahl von Eckdaten zu treffen, mit der wir die Geschichte des Vereins reflektieren und in eine Ordnung bringen wollen.
Trotz seiner stattlichen Größe mit inzwischen mehr als 13.000 Mitgliedern, wird der DRC als größter und ältester Retrieverzuchtverein in Deutschland noch immer auf allen Ebenen vom Bundesvorstand bis in die Bezirksgruppen von ehrenamtlich tätigen Menschen geführt und geleitet. Alle diejenigen, die dafür sorgen, dass unseren Mitgliedern und ihren Hunden unzählig viele Prüfungs- und Ausbildungsplätze, Ausstellungen, Seminare, gesellige Veranstaltungen und vieles mehr angeboten werden können, stellen sich dafür ehrenamtlich in ihrer Freizeit in den Dienst der guten Sache rund um den Retriever und seine Besitzer.
Unzählige aktuell und in der Vergangenheit tätige Richter, Sonderleiter, Helfer, Vorstandsmitglieder, sowie die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist. Sie haben den Mitgliedern Betreuung geboten und Unterstützung geleistet, den Züchtern erst ermöglicht, diese wundervollen Hunde zu züchten und damit unendlich viele Menschen um ein Familienmitglied reicher und glücklicher gemacht.
Ihnen allen gebührt unser Dank und Respekt für diese Gemeinschaftsleistung über viele Jahre DRC.
Acht begeisterten Hundeleuten haben wir es zu verdanken, dass im Jahr 1963 der erste Retrieververein Deutschlands gegründet wurde. Die Initialzündung kam wohl von Dr. Schneider-Leyer, der zusammen mit Julius von Heimendahl als V2 die Ära des DRC einläutete. Bei der Gründungsversammlung anlässlich der Deutschen Jagdausstellung in München am 21.09.1963 wurden weiteren 26 anwesenden Interessierten Zweck und Ziel des zu gründenden Clubs wie folgt bekannt gegeben: „Der auffallend stärker werdende Import von Retriever-Rassen in die Bundesrepublik gibt Anlass zu der Befürchtung, dass dieser edle Jagdhund zum reinen Modeartikel werden könnte. Um diesen Auswüchsen rechtzeitig Einhalt zu bieten, ist das Bestehen eines Vereins, der sich fachmännisch um diese Dinge kümmert, eine organisatorische Notwendigkeit geworden.“ (Auszug aus dem Gründungsprotokoll)
1964 waren endlich alle Hürden genommen, um in den VDH aufgenommen zu werden, der sich anfangs recht zurückhaltend gezeigt hatte. Der DRC war nun der erste Verein für alle Retreiverrassen mit Anschluss an die FCI.
Bereits ein Jahr nach Vereinsgründung waren die Vorstandsmitglieder zerstritten und Dr. Wilhelm Heraeus wurde durch Neuwahlen zum neuen V1, der die Durchführung einer BHP und einer Schweißprüfung initiierte. Für die Werbung weiterer Vereinsmitglieder setzte man Prämien aus.
In den Aufzeichnungen der Anfangsjahre finden sich zunächst nur aus dem Ausland importierte Golden- und Labrador-Retriever. Bereits vor der Gründung des Vereins waren jedoch in Deutschland Retriever-Würfe gefallen.
Dr. Heraeus züchtete mit einer aus Amerika importierten Hündin und einem von Gunhild von Heimendahl aus England mitgebrachten Rüden, den er über ein Zeitungsinserat fand, im Jahr 1962 einen Wurf Golden Retriever unter dem Zwingernamen „… v.d. Schwindefurt“.
Bevor im Jahr 1966 – drei Jahre nach der Gründung des DRC – die Aufnahme in den JGHV erfolgte und mit der „handschriftlichen Zuchtbuchführung“ begonnen wurde, fiel im Jahr 1965 mit einem Labrador-Wurf im Zwinger von Dr. Büttner der A-Wurf „… v.d. Tannenreuth“.
Die ersten im DRC-eigenen Zuchtbuch eingetragenen Würfe waren der am 05.03.1966 gefallene A-Wurf „… vom Allacher Forst“ von Georg Eichinger (Golden Retriever) mit den Zuchtbuchnummern DRC-G 66-0001 bis DRC-G 66-0006 und der am 12.05.1966 gefallene B-Wurf „… v.d. Tannenreuth“ von Dr. Büttner (Labrador-Retriever) mit den Zuchtbuchnummern DRC-L 66-0001 bis DRC-L 66-0006.
Die Verwaltung des DRC-Zuchtbuches und die Ausstellung der Ahnentafeln für die Welpen erfolgten von jetzt an bis ins Jahr 1985 bei der Zuchtbuchstelle des VDH.
1972 wurde die erste DRC-eigene Zuchtschau durchgeführt, bei der von der eigens aus England eingeladenen Richterin Mrs. Till ganze 21 gemeldete Retriever beurteilt und bewertet wurden. Die Anzahl der ins Zuchtbuch eingetragenen Golden Retriever erreichte die Zahl 100, die der Labrador-Retriever die Zahl 80.
Nach 10 Jahren im Amt des V1 trat Dr. Heraeus aus gesundheitlichen Gründen zurück, nun sollte Otto Faas die Geschicke des Vereins lenken. In seine Amtszeit fiel u. a. die erste Überarbeitung der Satzung. Die HD-Untersuchung wurde für alle Zuchthunde zur Pflicht und es durften nun statt 6 max. 8 Welpen pro Wurf aufgezogen werden.
Man nahm sich nun auch der Wesensrichterausbildung an, nachdem Hans Engelmann aus der Schweiz den ersten Wesenstest in Deutschland gerichtet hatte.
10 Jahre nach der Gründung konnte der DRC erst 120 Mitglieder verzeichnen, obwohl alles getan wurde, um Mitglieder zu werben.
1975 waren 12 Golden Retriever (5 Rüden und 7 Hündinnen) sowie 6 Labrador-Retriever (4 Rüden und 2 Hündinnen) im DRC zur Zucht zugelassen.
Mit 20 Deckakten, 15 Würfen mit 92 Welpen (davon 53 Golden und 39 Labradoren) war das Zuchtgeschehen im DRC im Jahr 1975 immer noch sehr überschaubar.
In diesem Jahr stand ein erneuter Wechsel an der Vorstandsspitze an: Rolf Haeselich wurde zum V1 gewählt, Otto Faas war als V2 weiterhin im Vorstand. Der Verein hatte nun 231 Mitglieder und alles ging noch sehr familiär zu. Die Aktivitäten wurden aber umfangreicher und die erste Landesgruppe (LG) wurde gegründet: Die LG-Nord mit Hilary Vogel als 1. Vorsitzender. Es fanden die erste Jugendprüfung mit 3 gemeldeten Hunden und die erste Dr. Heraeus-Prüfung mit 2 gemeldeten Hunden statt. Was waren das – im Vergleich zu heute – für Meldezahlen.
1977 gründete eine aktive Gruppe in München die LG-Süd unter ihrem 1. Vorsitzenden Coelestin Häfele.
1979 wurden mit der LG-West durch Bernd Röter und der LG-Süd-West durch Uwe Faas zwei weitere Landesgruppen ins Leben gerufen und die ersten Augenuntersuchungen auf PRA angeboten. In diesem Jahr fiel auch der erste Wurf Flat-Coated Retriever. Der A-Wurf im Zwinger „…vom Bell“ von Isabell Dahlerus-Christierson wurde am 18.07.1979 geboren, nachdem zuvor in den Jahren 76 bis 79 insgesamt 19 Flat-Coated Retriever aus dem Ausland in das DRC-Zuchtbuch übernommen wurden.
Der Wunsch nach einer eigenen Clubzeitschrift, die zumindest einmal im Jahr erscheinen sollte, wurde von seinerzeit 3 Redaktionsmitgliedern in die Tat umgesetzt. Die erste Ausgabe erschien mit einem Umfang von 16 Seiten in schwarz/weiß, mit Klammerheftung oben links in der Ecke.
Gegen Ende der 70er Jahre wurden zunehmend Retriever auf jagdlichen Leistungsprüfungen geführt und die im Jahr 1979 eingeführte Bringleistungsprüfung war über lange Jahre auch interessierten Nichtjägern zugänglich.
Bei den Vorstandswahlen in 1981 trat Dr. Christoph Engelhardt die Nachfolge von Rolf Haeselich als V1 an. In diesem Jahr wurde die LG-Mitte mit Annika Schäffer als 1. Vorsitzender gegründet, die ersten Strukturen für die Ausbildung von Leistungsrichtern geschaffen und die Ausbildung der Wesensrichter forciert.
Der Verein hatte inzwischen eine zum damaligen Zeitpunkt stattliche Zahl von 1200 Mitgliedern erreicht. Die Zahl der Meldungen zur DRC-Clubschau lag mit 188 Hunden für damalige Verhältnisse auf Rekordniveau. Nachdem im Jahr 1983 der erste Curly-Caoted Retriever in das DRC-Zuchtbuch übernommen und im Jahr 1985 aus Teilen der Gebiete der LG-West und der LG-Nord die LG-Weser-Ems gegründet worden war, wurde mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand das DRC-Zuchtbuch auf EDV-Verwaltung umgestellt. Mithilfe eines externen Dienstleisters konnte dann ab dem Jahr 1986 die Verwaltung der Hunde bei der Zuchtbuchstelle des VDH beendet, das DRC-Zuchtbuch in eigener Regie geführt und die Zuchtbuchverwaltung neu strukturiert werden.
1987 stand Dr. Christoph Engelhardt für eine Wiederwahl zum V1 nicht mehr zur Verfügung. Gerhard Werbke wurde als neuer V1 gewählt. In seiner Amtszeit wurde schon in 1988 durch eine Satzungsänderung die Einführung von Zuchtkommissionen für die jeweiligen Retrieverrassen verabschiedet. Von nun an sollten rassespezifische Zuchtordnungen und die gewählten Zuchtkommissionsmitglieder dafür sorgen, dass die Unterschiede und spezifischen Eigenschaften jeder einzelnen Retrieverrasse im Zuchtgeschehen besser berücksichtigt und gewürdigt werden.
Ab 1989 wurde die Clubzeitung von der Druckerei Kohlmann gedruckt, die den DRC aus freundschaftlicher Verbundenheit viele Jahre durch Zugeständnisse bei den Druckkosten und Hilfestellung bei der technischen Ausstattung der amtierenden Vorstandsmitglieder unterstützt hat. Chronischer Kapitalmangel war nämlich auch in dieser Zeit immer noch ein vieldiskutiertes Problem im DRC.
Die Eintragung der ersten im DRC gezüchteten Chesapeake-Bay-Retriever-Welpen in das DRC-Zuchtbuch erfolgte auch im Jahr 1989. Im Zwinger von Andre Vits fiel am 28.02.1989 der A-Wurf unter dem Zwingernamen „Waterpower…“, nachdem bereits im Jahr 1982 der erste Chessie aus dem Ausland übernommen worden war.
1990 verstarb im Alter von nur 62 Jahren der Vorsitzende Gerhard Werbke und nach Neuwahlen war es diesmal Jürgen Gese, der die Arbeit des V1 übernahm.
Am 18.04.1991 wurden mit dem A-Wurf im Zwinger „Gaylock…“ von Lynn und Rolf Derikarts die ersten Curly-Coated-Retriever-Welpen in unserem Verein geboren.
Mit der Gründung der LG-Ost unter dem Vorsitz von Hans-Joachim Hahn entstand in 1992 die siebte Landesgruppe. Im Bereich der Landesgruppen waren zwischenzeitlich etliche Bezirksgruppen entstanden, die in Zusammenarbeit mit den Landesgruppen die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen aller Art übernahmen, um die Betreuung der Mitglieder vor Ort zu gewährleisten.
Die DRC-Aktivitäten waren zu dieser Zeit schon breit gefächert und die Zahl der angebotenen Veranstaltungen und der dazu gemeldeten Hunde steigt stetig weiter an. Neben Wesenstests, Begleithundeprüfungen, jagdlichen Prüfungen, Formwertbeurteilungen und Ausstellungen wurden inzwischen auch Ausbildungskurse für alle Sparten, sowie Welpengruppen und verschiedene gesellige Veranstaltungen angeboten und die Dummy-Ausbildung, sowie Prüfungen und Workingtests in diesem Bereich etabliert.
Mit inzwischen mehr als 5000 Mitgliedern waren die ruhigen Zeiten im DRC schon lange vorbei. Im Jahr 1994 entstand durch eine Steuernachforderung in Höhe von 50.000,-- DM eine erhebliche finanzielle Schieflage und der Verein war einmal mehr wirtschaftlich in seiner Existenz bedroht. Von einer Wirtschaftskommission eingeleitete Sparmaßnahmen und ein neuer Schatzmeister brachten den DRC aber wieder in ruhigeres Fahrwasser.
Um die immer umfangreicher werdenden Arbeiten in allen Bereichen der Vereinsarbeit effizienter bewältigen zu können und die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder zu entlasten, installierte der Vorstand die Geschäftsstelle, die zunächst mit Margitta Becker-Tiggemann nur aus einer hauptamtlichen Mitarbeiterin bestand.
1995 wurde, vom Obmann der Verbandsrichter abgesehen, der gesamte Vorstand mit Prof. Dr. Thomas Wilk als V1 und Hilmar Rudolph als V2 neu gewählt. Nun galt es, die Ärmel hochzukremplen und den DRC weiter voranzubringen. Zunächst stand auf dem Arbeitsplan die Buchhaltung zu professionalisieren und dem Verein Organisationsstrukturen zu geben, damit die wirtschaftlichen Verhältnisse transparenter wurden. Darüber hinaus stand die Gesundheit der im DRC gezüchteten Retriever nach wie vor im Vordergrund aller Zuchtbemühungen. Neben der Einrichtung eines Fonds, aus dem die Untersuchungskosten an Epilepsie erkrankter Hunde in anerkannten Fachkliniken bezuschusst wurden, nahm auch die Bekämpfung genetischer Erkrankungen durch die Beteiligung an tiermedizinischen / genetischen Forschungsprogrammen erheblich an Fahrt auf.
Der Umfang der Clubzeitung überstieg im Jahr 1996 erstmals 100 Seiten. Alle zwei Monate konnte man von den vielen Aktivitäten im Verein lesen und auch die Zuchtabteilungen hatten jede Menge zu berichten. Bald wurden erste Überlegungen angestellt, den DRC mit einer eigenen Homepage im Netz zu präsentieren.
In diesem Jahr fielen die ersten drei Toller-Würfe, nachdem bereits ab 1992 die ersten ausländischen Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever in das DRC-Zuchtbuch eingetragen worden waren. Der A-Wurf vom 19.07.1996 im Zwinger „…of Oskeola“ von Sven Schneider war der erste im DRC gezüchtete Toller-Wurf.
1997 erhielt der German Cup seine offizielle Anerkennung und galt nun als Deutsche Meisterschaft im Bereich des Leistungswesens im DRC.
Die Welpenvermittlung wurde von nun an auch von der Geschäftsstelle betreut, in Zeiten ohne Internet wurden damals täglich durchschnittlich 40 Briefe mit Welpenlisten an Welpeninteressenten verschickt. Um die Öffentlichkeitsarbeit für den DRC und die Retrieverrassen weiter voranzutreiben, wurden Club- und Rassefaltblätter erarbeitet und damit Info-Stände auf diversen Ausstellungen bestückt.
1998 präsentiert sich der DRC als erster VDH-angeschlossener Verein mit einer eigenen Homepage im Netz. Der DOK (Gesellschaft für die Diagnostik genetisch bedingter Augenerkrankungen) wurde gegründet. Die dort angeschlossenen Tierärzte können, neben den bereits in den vorangegangenen Jahren vom DRC selbst bestellten Augengutachtern, die seit längerem für Zuchthunde verpflichtenden Augenuntersuchungen durchführen. Die Züchterversammlungen beschließen, dass Zuchthündinnen nur noch 4 statt früher 5 Würfe aufziehen dürfen.
Im Jahr 1999 schließt der DRC mit der Gothaer-Versicherung einen Gruppenvertrag ab, der den Mitgliedern eine preisgünstige Haftpflichtversicherung für ihre Hunde bietet.
Flat-Coated-, Chesapeake-Bay-, Curly-Coated- und Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever wurden im Jahr 2000 offiziell vom JGHV anerkannt. Der DRC trat der Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung (GfK) bei und der erste Veteranen-Cup für Hunde ab 8 Jahren wurde in der Eifel durchgeführt.
In 2001 sorgte die Maul- und Klauenseuche dafür, dass sowohl der geplante Züchtertag als auch die Clubschau abgesagt werden mussten. Die elektronische Zuchtbuchführung wurde in die Verantwortung der DRC-Geschäftsstelle übergeben. Die Ausstellung der Ahnentafeln erfolgte von jetzt an, unabhängig vom externen Dienstleister, in eigener Regie des DRC. In 2002 wurde die Chippflicht für alle im DRC gezüchteten Welpen eingeführt.
Der DRC feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest am 02. und 03. August 2003 im Schlosspark in Rauischholzhausen. Annähernd 100 fleißige Helfer, von denen einige schon viele Monate vor der eigentlichen Veranstaltung in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden die organisatorischen Vorbereitungen für diesen Event geleistet hatten, sorgten vor Ort für den reibungslosen Ablauf dieser unvergesslichen Jubiläumsfeier. Hier wurde für jeden etwas geboten: Zum Jubiläums-Workingtest waren 277 Hunde gemeldet, an der Jubiläums-Zuchtschau nahmen 290 Hunde teil und auf dem angebotenen Spaß-Parcours, der nicht nur die Geschicklichkeit der Hunde forderte, vergnügten sich 125 DRC-Mitglieder mit ihren Hunden. An der Abendveranstaltung, mit musikalischer Unterhaltung durch eine irische Folkband, Festrednern, Ehrungen, Schlemmer-Büffet und vielem mehr, nahmen mehr als 450 Retrieverfreunde teil.
Die Zahl der DRC-Mitglieder hatte die Marke von 10.000 überschritten und in der Geschäftsstelle wurde die inzwischen 3. hauptamtliche Mitarbeiterin eingestellt.
In das DRC-Zuchtbuch waren jetzt über 19.500 Golden Retriever und mehr als 10.400 Labrador-Retriever eingetragen. Darüber hinaus waren für Flat-Coated Retriever 1700, für Chesapeake-Bay-Retriever 327, für Nova-Scotia-Duck-Tolling Retriever 165 und für Curly-Coated Retriever 50 Zuchtbuchnummern vergeben worden.
In 2005 wurden weitere neue Prüfungen und Workingtest-Veranstaltungen ins Leben gerufen, so z. B. die St.-John’s-Retrieverprüfung (SRP) und das jährlich stattfindende Workingtest-Finale. Am Vortag der jährlichen Mitgliederversammlung wurden für die Mitglieder und ihre Hunde die sogenannten „Country-Games“ veranstaltet, die dazu beitragen sollten die Teilnehmerzahl bei der MV zu steigern.
Ab 2006 wurden die Kosten für die ED-Auswertung für alle Eigentümer von Retrievern mit einer DRC-Ahnentafel vom Verein getragen. Dem Internet-Ausschuss war es gelungen, die Domäne drc.de für die Homepage zu sichern. Der Vorstand verabschiedete nach entsprechender Legitimation durch die Mitgliederversammlung eine Zwingerordnung, in der u. a. rasseübergreifende Bestimmungen aus den jeweiligen Zuchtordnungen der verschiedenen Retriever-Rassen vereinheitlicht wurden.
Die Mitgliederversammlung 2007 entschied sich mehrheitlich für eine monatliche Erscheinungsweise der Clubzeitung „Der Retriever“ und eine damit verbundene Beitragserhöhung von zuvor 45,-- € auf 54,-- €. Der seit 1995 amtierende Vorstand wurde durch erneute Wiederwahl bestätigt. Lediglich das Amt des 2. Vorsitzenden wurde mit Prof. Dr. Roland Friedrich neu besetzt, da Wolfgang Vergiels von Jens Swadzba das Amt des Leistungsrichter-Obmannes übernahm und somit als V2 nicht mehr zur Verfügung stand. Die bereits in 2007 diskutierten Formulierungen zur Jugendmitgliedschaft werden durch Beschluss der Mitgliederversammlung 2008 in die Satzung aufgenommen.
Die DRC-Homepage war in den vergangenen Jahren durch die tatkräftige ehrenamtliche Arbeit des Internetausschusses um zahlreiche Services für die Mitglieder erweitert worden. Im Jahr 2011 ging mit der erweiterten Hundesuche in der Datenbank ein weiteres wertvolles Tool online. Jetzt konnten die hier hinterlegten Hunde nach detaillierten Informationen, wie z. B. Zuchtauflagen, Befunden von Gentests, Augenuntersuchungen, HD- und ED-Ergebnissen oder abgelegten Prüfungen selektiert werden, was nicht nur der Unterstützung der Züchter bei ihren Wurfplanungen diente.
Die Umstellung und eine damit verbundene Neugestaltung der DRC-Homepage auf ein Content-Management-System und die Ausstellung und Versendung neuer maschinenlesbarer Mitgliedsausweise an alle DRC-Mitglieder wurden in 2012 beschlossen.
Seinen 50. Jahrestag feierte der DRC im Park von Burg Hardenberg mit einer Doppel-Ausstellung am 08.06.2013 und am 09.06.2013 und einem Workingtest mit den Klassen, Schnupperer, Anfänger, Fortgeschrittene, Offene und Veteranen am 08.06.2013, mit insgesamt 120 Startern und einem Team-Workingtest am 09.06.2013, für den die Teams am Vorabend anlässlich der offiziellen Abendveranstaltung des Jubiläums ausgelost wurden. Die Ausstellungssieger beider Ausstellungstage wurden einander am 09.06. gegenübergestellt, um die Jubiläumssieger aus insgesamt 498 gemeldeten Hunden im Bereich Show zu ermitteln. Auf einem Fun-Parcours, der an beiden Tagen von zahlreichen Mensch-Hund-Teams besucht wurde, wurden viele Aufgaben gestellt, die Geschick, Kreativität und Motivation von Hund und Mensch forderten. Sowohl die vierbeinigen als auch die zweibeinigen Protagonisten, die in allen Altersklassen vertreten waren, als auch die Helfer und die zahllosen Zuschauer hatten viel Spaß dabei.
Nach 18-jähriger Amtszeit wurde der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Thomas Wilk durch Neuwahlen von Nicole Clouth-Gräfin von Spee abgelöst. Prof. Dr. Roland Friedrich wurde als V2 wieder gewählt.
Der DRC verzeichnete zu dieser Zeit ca. 12.500 Mitglieder und das neu entwickelte DRC-Logo wurde auf der DRC-Homepage und auf der Titelseite der Clubzeitschrift eingebunden. Die Protokolle der Bundes-Mitgliederversammlungen und der Züchterversammlungen wurden ab jetzt im Mitglieder-Bereich der DRC-Homepage veröffentlicht.
In 2014 wurde die Gebührenordnung des Vereins neu gefasst. Durch die Mitgliederversammlung wurde die Umbenennung des Amtes der „Wurfabnahmeberechtigten“ in „Zuchtwarte“ und eine Beitragserhöhung von 54,--€ auf 59,--€ beschlossen. Weiterhin wurde die Reduzierung der Zahl der Zuchtkommissionsmitglieder von bisher 7 auf jetzt 5 für die Rassen, bei denen im Durchschnitt der letzten drei Jahre weniger als 1200 Welpen gezüchtet wurden, in der Satzung verankert.
Ab 2015 erschien die Clubzeitschrift wieder in 6 Ausgaben pro Jahr mit einem Seitenumfang von 160 bis 190 Seiten. Auf der Homepage wurden ab jetzt auch die Protokolle der Mitgliederversammlungen der Bezirks- und Landesgruppen sowie die Ergebnisse aller DRC-Workingtests und aller DRC-Ausstellungen veröffentlicht. Mit dem technischen Support für die Homepage wurde ein externer Dienstleister beauftragt.
In 2016 wurde die Anwärter-Ordnung neu gefasst. In 2017 wurde die jagdliche Jugendprüfung (JP/R) durch die neu gestaltete Jagdliche Anlagensichtung (JAS) abgelöst und ein neuer Verlag mit den Arbeiten im Zusammenhang mit Satz, Layout und Druck der Clubzeitschrift beauftragt. In 2018 wurde die Ordnung für die Begleithundeprüfung(BHP) inhaltlich an die Regelungen zur Durchführung der BHP der VDH-Vereine angepasst.
In 2019 folgten der Erlass einer Ausbilderordnung und die Neufassung der Ausstellungsordnung. Der News-Room, mit dem allen Nutzern der DRC-Homepage Informationen aus allen Ressorts aktuell zugänglich gemacht werden, ging online. Die Clubzeitung hatte einen Umfang von bis zu 235 Seiten pro Ausgabe erreicht.
Ab dem Jahr 2020 hielt die Corona-Pandemie auch den DRC in Atem. Das Veranstaltungsgeschehen kam fast vollständig zum Erliegen, selbst die Bundes-Mitgliederversammlungen konnten in den Jahren 2020 und 2021 nicht stattfinden. Für die wenigen Prüfungen, die noch angeboten werden konnten, waren Hygienekonzepte und teilweise sogar Änderungen des festgelegten Prüfungsablaufes erforderlich. Selbst die zur Erlangung von Zuchtzulassungen erforderlichen Prüfungsplätze konnten nicht in ausreichender Zahl angeboten werden, so dass nur durch vorläufige Zuchtzulassungen das Zuchtgeschehen – unter deutlich reduzierten Anforderungen an die Zuchthunde – aufrechterhalten werden konnte. Die Nachfrage nach Welpen stieg in dieser Zeit auch beim DRC rapide an. Die Züchter konnten die Vielzahl der Welpenanfragen nicht mehr beantworten und veröffentlichten deshalb Ihre Würfe zum großen Teil gar nicht auf den Welpenlisten des Vereins.
In 2022 fand dann die DRC-Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen im Juni wieder als Präsenzveranstaltung statt. Die Beratung und Abstimmung über die gestellten Anträge auf Satzungsänderung wurde auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung im November 2022 vertagt.
Eine Umstrukturierung der Geschäftsstelle wurde durch den Übergang der langjährigen Geschäftsstellenleiterin Margitta Becker-Tiggemann in die Altersteilzeit erforderlich. Diese umfasste auch die Digitalisierung von Zucht- und Geschäftsprozessen. Das Konzept für die neue Datenverwaltung und die neue Homepage, das auch die Einhaltung der Bestimmungen der DSGVO gewährleistet, wurde durch die mit der Umsetzung beauftrage Agentur auf der MV 2022 vorgestellt. Im November 2022 erfolge der Umzug der Geschäftsstelle in neue Räumlichkeiten in die Ellenberger Str. 12 in Guxhagen
Auf der Züchterversammlung am 17.06.2023 wurde die im November 22 durch Satzungsänderung beschlossene Trennung der Züchterversammlungen für Chesapeake-Bay-Retriever und Curly-Coated Retriever umgesetzt. Für jede der beiden Rassen wurde eine eigene Zuchtkommission gewählt.
Das 60-jährige Bestehen des DRC wurde nicht mit einem einzelnen Jubiläumsfest gefeiert, sondern mit mehr als 60 einzelnen Veranstaltungen in verschiedenen Bezirks- und Landesgruppen gewürdigt. Durch diese Dezentralisierung und das damit verbundene vielschichtige Angebot konnten deutlich mehr DRC-Mitglieder von diesem Jubiläum profitieren.
Durch die Einführung eines Telefon-Routing-Systems, die Auslagerung einfacher wiederkehrender Tätigkeiten an externe Dienstleister und die weitere Digitalisierung von Arbeitsprozessen konnte der Renteneintritt der Mitarbeiterin Karin Nägel kompensiert werden. Die Stelle der Geschäftsstellen-Leitung wurde neu besetzt. Die Umstellung der Geschäftsstellen-IT auf ein komplett digitales Verwaltungssystem mit dem Ziel der Effizienzsteigerung und der Entlastung ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder von administrativen Tätigkeiten wurde weiter vorangetrieben.
Eine Kooperationsvereinbarung mit der Agria-Rassehundeversicherung bietet vergünstigte Tarife für DRC-Mitglieder und -Züchter für Versicherungsprodukte im Bereich der Tiergesundheit.
Im Jahr 2024 wurde die Neufassung der Zwingerordnung aufgrund geänderter Durchführungsbestimmungen zur VDH-Zuchtordnung, der geänderten Tierschutz-Hundeverordnung sowie dem vorliegenden Entwurf des neuen Tierschutzgesetzes erforderlich.
Die in 2019 beschlossene Ausbilder-Ordnung wurde überarbeitet. Ausbilderseminare sollen im Einvernehmen mit den Landes- und Bezirksgruppen künftig zentral organisiert werden. Aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung wird außerdem eine Anpassung der Gebührenordnung notwendig, da aufgrund gestiegener Kosten Veranstaltungen nicht mehr kostendeckend durchgeführt werden können.
In 2025 wurden die Bestimmungen zum DNA-Programm in die Zwingerordnung aufgenommen. Danach müssen für alle Deckakte ab dem 01.01.26 für beide Elterntiere DNA-Profile nach ISAC 2020 vorhanden sein und für alle daraus hervorgehenden Welpen erstellt werden.
Die Mitgliederversammlung beschloss nach mehr als 10 Jahren eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von 59,--€ auf 79,--€ und turnusmäßig fanden auch in diesem Jahr Vorstandswahlen statt, bei denen Kristof Jebsen das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm, da Günter Walkemeyer nach langjähriger Tätigkeit als V2 für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand.
Die DRC-Clubzeitschrift erschien ab 2025 nur noch mit vier Ausgaben pro Jahr mit festgelegten Themenschwerpunkten für jede Ausgabe. Prüfungsberichte sowie Wurf- und Deckmeldungen erscheinen im News-Room, Prüfungsergebnisse wurden auf der DRC-Homepage veröffentlicht. Prüfungsausschreibungen waren ab jetzt nur noch über die Termindatenbank einsehbar. Die Mitglieder konnten wählen, ob ihnen die Zeitschrift als Print-Version oder in digitaler Form zugestellt werden soll.