GEMEINSAM IM INTERESSE EINER GUTEN SACHE

Wir möchten Ihnen an dieser Stelle eine kleine Chronik zur Lektüre anbieten. Mehr als 60 Jahre Vereinsgeschichte zusammenzufassen, ist schon ein Widerspruch in sich. Wir haben es dennoch gewagt, eine Auswahl von Eckdaten zu treffen, mit der wir die Geschichte des Vereins reflektieren und in eine Ordnung bringen wollen.

Trotz seiner stattlichen Größe mit inzwischen mehr als 13.000 Mitgliedern, wird der DRC als größter und ältester Retrieverzuchtverein in Deutschland noch immer auf allen Ebenen vom Bundesvorstand bis in die Bezirksgruppen von ehrenamtlich tätigen Menschen geführt und geleitet. Alle diejenigen, die dafür sorgen, dass unseren Mitgliedern und ihren Hunden unzählig viele Prüfungs- und Ausbildungsplätze, Ausstellungen, Seminare, gesellige Veranstaltungen und vieles mehr angeboten werden können, stellen sich dafür ehrenamtlich in ihrer Freizeit in den Dienst der guten Sache rund um den Retriever und seine Besitzer.

Unzählige aktuell und in der Vergangenheit tätige Richter, Sonderleiter, Helfer, Vorstandsmitglieder, sowie die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle haben den Verein zu dem gemacht, was er heute ist. Sie haben den Mitgliedern Betreuung geboten und Unterstützung geleistet, den Züchtern erst ermöglicht, diese wundervollen Hunde zu züchten und damit unendlich viele Menschen um ein Familienmitglied reicher und glücklicher gemacht.

Ihnen allen gebührt unser Dank und Respekt für diese Gemeinschaftsleistung über viele Jahre DRC.

1963

EINE IDEE WIRD WIRKLICHKEIT

Acht begeisterten Hundeleuten haben wir es zu verdanken, dass im Jahr 1963 der erste Retrieververein Deutschlands gegründet wurde. Die Initialzündung kam wohl von Dr. Schneider-Leyer, der zusammen mit Julius von Heimendahl als V2 die Ära des DRC einläutete. Bei der Gründungsversammlung anlässlich der Deutschen Jagdausstellung in München am 21.09.1963 wurden weiteren 26 anwesenden Interessierten Zweck und Ziel des zu gründenden Clubs wie folgt bekannt gegeben: „Der auffallend stärker werdende Import von Retriever-Rassen in die Bundesrepublik gibt Anlass zu der Befürchtung, dass dieser edle Jagdhund zum reinen Modeartikel werden könnte. Um diesen Auswüchsen rechtzeitig Einhalt zu bieten, ist das Bestehen eines Vereins, der sich fachmännisch um diese Dinge kümmert, eine organisatorische Notwendigkeit geworden.“ (Auszug aus dem Gründungsprotokoll)

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1973

IN KLEINEN SCHRITTEN VORAN

Nach 10 Jahren im Amt des V1 trat Dr. Heraeus aus gesundheitlichen Gründen zurück, nun sollte Otto Faas die Geschicke des Vereins lenken. In seine Amtszeit fiel u. a. die erste Überarbeitung der Satzung. Die HD-Untersuchung wurde für alle Zuchthunde zur Pflicht und es durften nun statt 6 max. 8 Welpen pro Wurf aufgezogen werden.

Man nahm sich nun auch der Wesensrichterausbildung an, nachdem Hans Engelmann aus der Schweiz den ersten Wesenstest in Deutschland gerichtet hatte.

10 Jahre nach der Gründung konnte der DRC erst 120 Mitglieder verzeichnen, obwohl alles getan wurde, um Mitglieder zu werben.

 

1975 waren 12 Golden Retriever (5 Rüden und 7 Hündinnen) sowie 6 Labrador-Retriever (4 Rüden und 2 Hündinnen) im DRC zur Zucht zugelassen.

Mit 20 Deckakten, 15 Würfen mit 92 Welpen (davon 53 Golden und 39 Labradoren) war das Zuchtgeschehen im DRC im Jahr 1975 immer noch sehr überschaubar.

In diesem Jahr stand ein erneuter Wechsel an der Vorstandsspitze an: Rolf Haeselich wurde zum V1 gewählt, Otto Faas war als V2 weiterhin im Vorstand. Der Verein hatte nun 231 Mitglieder und alles ging noch sehr familiär zu. Die Aktivitäten wurden aber umfangreicher und die erste Landesgruppe (LG) wurde gegründet: Die LG-Nord mit Hilary Vogel als 1. Vorsitzender. Es fanden die erste Jugendprüfung mit 3 gemeldeten Hunden und die erste Dr. Heraeus-Prüfung mit 2 gemeldeten Hunden statt. Was waren das – im Vergleich zu heute – für Meldezahlen.

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1983

AUFBRUCH ZU NEUEN UFERN

Der Verein hatte inzwischen eine zum damaligen Zeitpunkt stattliche Zahl von 1200 Mitgliedern erreicht. Die Zahl der Meldungen zur DRC-Clubschau lag mit 188 Hunden für damalige Verhältnisse auf Rekordniveau. Nachdem im Jahr 1983 der erste Curly-Caoted Retriever in das DRC-Zuchtbuch übernommen und im Jahr 1985 aus Teilen der Gebiete der LG-West und der LG-Nord die LG-Weser-Ems gegründet worden war, wurde mit hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand das DRC-Zuchtbuch auf EDV-Verwaltung umgestellt. Mithilfe eines externen Dienstleisters konnte dann ab dem Jahr 1986 die Verwaltung der Hunde bei der Zuchtbuchstelle des VDH beendet, das DRC-Zuchtbuch in eigener Regie geführt und die Zuchtbuchverwaltung neu strukturiert werden.

 

1987 stand Dr. Christoph Engelhardt für eine Wiederwahl zum V1 nicht mehr zur Verfügung. Gerhard Werbke wurde als neuer V1 gewählt. In seiner Amtszeit wurde schon in 1988 durch eine Satzungsänderung die Einführung von Zuchtkommissionen für die jeweiligen Retrieverrassen verabschiedet. Von nun an sollten rassespezifische Zuchtordnungen und die gewählten Zuchtkommissionsmitglieder dafür sorgen, dass die Unterschiede und spezifischen Eigenschaften jeder einzelnen Retrieverrasse im Zuchtgeschehen besser berücksichtigt und gewürdigt werden.

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1993

ZUNEHMENDE PROFESSIONALISIERUNG

Mit inzwischen mehr als 5000 Mitgliedern waren die ruhigen Zeiten im DRC schon lange vorbei. Im Jahr 1994 entstand durch eine Steuernachforderung in Höhe von 50.000,-- DM eine erhebliche finanzielle Schieflage und der Verein war einmal mehr wirtschaftlich in seiner Existenz bedroht. Von einer Wirtschaftskommission eingeleitete Sparmaßnahmen und ein neuer Schatzmeister brachten den DRC aber wieder in ruhigeres Fahrwasser.

Um die immer umfangreicher werdenden Arbeiten in allen Bereichen der Vereinsarbeit effizienter bewältigen zu können und die ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitglieder zu entlasten, installierte der Vorstand die Geschäftsstelle, die zunächst mit Margitta Becker-Tiggemann nur aus einer hauptamtlichen Mitarbeiterin bestand.

 

1995 wurde, vom Obmann der Verbandsrichter abgesehen, der gesamte Vorstand mit Prof. Dr. Thomas Wilk als V1 und Hilmar Rudolph als V2 neu gewählt. Nun galt es, die Ärmel hochzukremplen und den DRC weiter voranzubringen. Zunächst stand auf dem Arbeitsplan die Buchhaltung zu professionalisieren und dem Verein Organisationsstrukturen zu geben, damit die wirtschaftlichen Verhältnisse transparenter wurden. Darüber hinaus stand die Gesundheit der im DRC gezüchteten Retriever nach wie vor im Vordergrund aller Zuchtbemühungen. Neben der Einrichtung eines Fonds, aus dem die Untersuchungskosten an Epilepsie erkrankter Hunde in anerkannten Fachkliniken bezuschusst wurden, nahm auch die Bekämpfung genetischer Erkrankungen durch die Beteiligung an tiermedizinischen / genetischen Forschungsprogrammen erheblich an Fahrt auf.

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2003

MIT VOLLGAS INS DIGITALE ZEITALTER

Der DRC feierte sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Fest am 02. und 03. August 2003 im Schlosspark in Rauischholzhausen. Annähernd 100 fleißige Helfer, von denen einige schon viele Monate vor der eigentlichen Veranstaltung in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden die organisatorischen Vorbereitungen für diesen Event geleistet hatten, sorgten vor Ort für den reibungslosen Ablauf dieser unvergesslichen Jubiläumsfeier. Hier wurde für jeden etwas geboten: Zum Jubiläums-Workingtest waren 277 Hunde gemeldet, an der Jubiläums-Zuchtschau nahmen 290 Hunde teil und auf dem angebotenen Spaß-Parcours, der nicht nur die Geschicklichkeit der Hunde forderte, vergnügten sich 125 DRC-Mitglieder mit ihren Hunden. An der Abendveranstaltung, mit musikalischer Unterhaltung durch eine irische Folkband, Festrednern, Ehrungen, Schlemmer-Büffet und vielem mehr, nahmen mehr als 450 Retrieverfreunde teil.

 

Die Zahl der DRC-Mitglieder hatte die Marke von 10.000 überschritten und in der Geschäftsstelle wurde die inzwischen 3. hauptamtliche Mitarbeiterin eingestellt.

In das DRC-Zuchtbuch waren jetzt über 19.500 Golden Retriever und mehr als 10.400 Labrador-Retriever eingetragen. Darüber hinaus waren für Flat-Coated Retriever 1700, für Chesapeake-Bay-Retriever 327, für Nova-Scotia-Duck-Tolling Retriever 165 und für Curly-Coated Retriever 50 Zuchtbuchnummern vergeben worden.

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2013

DER DRC IM WANDEL

Seinen 50. Jahrestag feierte der DRC im Park von Burg Hardenberg mit einer Doppel-Ausstellung am 08.06.2013 und am 09.06.2013 und einem Workingtest mit den Klassen, Schnupperer, Anfänger, Fortgeschrittene, Offene und Veteranen am 08.06.2013, mit insgesamt 120 Startern und einem Team-Workingtest am 09.06.2013, für den die Teams am Vorabend anlässlich der offiziellen Abendveranstaltung des Jubiläums ausgelost wurden. Die Ausstellungssieger beider Ausstellungstage wurden einander am 09.06. gegenübergestellt, um die Jubiläumssieger aus insgesamt 498 gemeldeten Hunden im Bereich Show zu ermitteln. Auf einem Fun-Parcours, der an beiden Tagen von zahlreichen Mensch-Hund-Teams besucht wurde, wurden viele Aufgaben gestellt, die Geschick, Kreativität und Motivation von Hund und Mensch forderten. Sowohl die vierbeinigen als auch die zweibeinigen Protagonisten, die in allen Altersklassen vertreten waren, als auch die Helfer und die zahllosen Zuschauer hatten viel Spaß dabei.

 

Nach 18-jähriger Amtszeit wurde der 1. Vorsitzende Prof. Dr. Thomas Wilk durch Neuwahlen von Nicole Clouth-Gräfin von Spee abgelöst. Prof. Dr. Roland Friedrich wurde als V2 wieder gewählt.

Der DRC verzeichnete zu dieser Zeit ca. 12.500 Mitglieder und das neu entwickelte DRC-Logo wurde auf der DRC-Homepage und auf der Titelseite der Clubzeitschrift eingebunden. Die Protokolle der Bundes-Mitgliederversammlungen und der Züchterversammlungen wurden ab jetzt im Mitglieder-Bereich der DRC-Homepage veröffentlicht.

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2022

Veränderungen in der Geschäftsstelle

In 2022 fand dann die DRC-Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen im Juni wieder als Präsenzveranstaltung statt. Die Beratung und Abstimmung über die gestellten Anträge auf Satzungsänderung wurde auf eine außerordentliche Mitgliederversammlung im November 2022 vertagt.

Eine Umstrukturierung der Geschäftsstelle wurde durch den Übergang der langjährigen Geschäftsstellenleiterin Margitta Becker-Tiggemann in die Altersteilzeit erforderlich. Diese umfasste auch die Digitalisierung von Zucht- und Geschäftsprozessen. Das Konzept für die neue Datenverwaltung und die neue Homepage, das auch die Einhaltung der Bestimmungen der DSGVO gewährleistet, wurde durch die mit der Umsetzung beauftrage Agentur auf der MV 2022 vorgestellt. Im November 2022 erfolge der Umzug der Geschäftsstelle in neue Räumlichkeiten in die Ellenberger Str. 12 in Guxhagen

2023

Jubiläum: 60 Jahre DRC

Auf der Züchterversammlung am 17.06.2023 wurde die im November 22 durch Satzungsänderung beschlossene Trennung der Züchterversammlungen für Chesapeake-Bay-Retriever und Curly-Coated Retriever umgesetzt. Für jede der beiden Rassen wurde eine eigene Zuchtkommission gewählt.

 

Das 60-jährige Bestehen des DRC wurde nicht mit einem einzelnen Jubiläumsfest gefeiert, sondern mit mehr als 60 einzelnen Veranstaltungen in verschiedenen Bezirks- und Landesgruppen gewürdigt. Durch diese Dezentralisierung und das damit verbundene vielschichtige Angebot konnten deutlich mehr DRC-Mitglieder von diesem Jubiläum profitieren.

Durch die Einführung eines Telefon-Routing-Systems, die Auslagerung einfacher wiederkehrender Tätigkeiten an externe Dienstleister und die weitere Digitalisierung von Arbeitsprozessen konnte der Renteneintritt der Mitarbeiterin Karin Nägel kompensiert werden. Die Stelle der Geschäftsstellen-Leitung wurde neu besetzt. Die Umstellung der Geschäftsstellen-IT auf ein komplett digitales Verwaltungssystem mit dem Ziel der Effizienzsteigerung und der Entlastung ehrenamtlicher Vorstandsmitglieder von administrativen Tätigkeiten wurde weiter vorangetrieben.

 

Eine Kooperationsvereinbarung mit der Agria-Rassehundeversicherung bietet vergünstigte Tarife für DRC-Mitglieder und -Züchter für Versicherungsprodukte im Bereich der Tiergesundheit.

2024

Neufassung der Zwingerordnung

Im Jahr 2024 wurde die Neufassung der Zwingerordnung aufgrund geänderter Durchführungsbestimmungen zur VDH-Zuchtordnung, der geänderten Tierschutz-Hundeverordnung sowie dem vorliegenden Entwurf des neuen Tierschutzgesetzes erforderlich. 

 

Die in 2019 beschlossene Ausbilder-Ordnung wurde überarbeitet. Ausbilderseminare sollen im Einvernehmen mit den Landes- und Bezirksgruppen künftig zentral organisiert werden. Aufgrund der allgemeinen Preisentwicklung wird außerdem eine Anpassung der Gebührenordnung notwendig, da aufgrund gestiegener Kosten Veranstaltungen nicht mehr kostendeckend durchgeführt werden können.

2025

DNA-Programm und digitale Clubzeitschrift

In 2025 wurden die Bestimmungen zum DNA-Programm in die Zwingerordnung aufgenommen. Danach müssen für alle Deckakte ab dem 01.01.26 für beide Elterntiere DNA-Profile nach ISAC 2020 vorhanden sein und für alle daraus hervorgehenden Welpen erstellt werden.

 

Die Mitgliederversammlung beschloss nach mehr als 10 Jahren eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages von 59,--€ auf 79,--€ und turnusmäßig fanden auch in diesem Jahr Vorstandswahlen statt, bei denen Kristof Jebsen das Amt des 2. Vorsitzenden übernahm, da Günter Walkemeyer nach langjähriger Tätigkeit als V2 für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand.

 

Die DRC-Clubzeitschrift erschien ab 2025 nur noch mit vier Ausgaben pro Jahr mit festgelegten Themenschwerpunkten für jede Ausgabe. Prüfungsberichte sowie Wurf- und Deckmeldungen erscheinen im News-Room, Prüfungsergebnisse wurden auf der DRC-Homepage veröffentlicht. Prüfungsausschreibungen waren ab jetzt nur noch über die Termindatenbank einsehbar. Die Mitglieder konnten wählen, ob ihnen die Zeitschrift als Print-Version oder in digitaler Form zugestellt werden soll.

AKTUELLES UND INTERESSANTES AUS DEM VEREIN